Generationsübergreifende Nutzung auf dem LEW-Areal

25.07.2019

Insgesamt machen wir mit dem vorgelegten Raum- und Funktionsprogramm einen großen Schritt zur Realisierung eines hoch attraktiven Gebäudes in der Mitte Neu-Ulms. Wir sollten mit großem Optimismus und einer gesunden Portion Mut die Entwicklungsgesellschaft mit den weiteren Planungsschritten beauftragen.

Stadtrat am 24.07.2019, Stellungnahme der CSU-Fraktion zum TOP 7 Entwicklungsgesellschaft Neu-Ulm, Raum- und Funktionsprogramm LEW-Areal.
Der Beschluss in der Sitzung war einstimmig.

„Wir freuen uns, dass mit der heutigen Sitzungsvorlage ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Realisierung des Neubaus auf dem LEW-Grundstück getan werden kann.

Das LEW-Grundstück in der Innenstadt Neu-Ulms ist für die weitere Entwicklung der Stadt Neu-Ulm ein „Schlüsselgrundstück“. Es wird auch eine der letzten „frei“ werdenden Baulichkeiten sein, auf der die Stadt die Möglichkeit hat, einen „Publikumsmagneten“ mitten im Zentrum Neu-Ulms zu erstellen, der entsprechende „Strahlkraft“ über Neu-Ulm hinaus entfalten könnte, und auch entfalten muss. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich gerne an den seinerzeitigen Antrag zum Hundertwasser-Haus der CSU-Stadträte Waltraud Oßwald und Rupert Seibold, mit dem aufgezeigt und verdeutlicht werden sollte, dass die Stadt an diesem zentralen Punkt die einmalige Chance nutzen muss, ein architektonisch herausragendes und gleichermaßen funktionales Gebäude zu realisieren. Dies gebieten auch die laufenden Überlegungen zur Sanierung und Aufwertung der Ludwigstraße.

Zunächst einmal besten Dank an unsere Dienstleister, Firma albrings u. Müller und an das Fraunhofer Institut, für die finale Ausarbeitung des Raum- und Funktionsprogramms für das LEW-Areal.

Ein besonderes Dankeschön geht an die Mitarbeiter/innen der städtischen Einrichtungen wie Bibliothek und Generationentreff und die externen Fachleute aus Handel, Gastronomie, Büro und Wohnen, die sich mit großem Sachverstand an den Workshops beteiligt haben. Kompliment, Sie haben gut gearbeitet! Herausgekommen ist ein Programm, das den Aufsichtsrat der Entwicklungsgesellschaft überzeugt hat und dass vor allem auch die gemeinsam gesetzten Anforderungen wie beispielsweise Belebung des Heiner-Metzger-Platzes, Verknüpfung mit Glacis-Galerie und Bahnhof, Verbindung alte und neue Innenstadt und Belebung des Umfelds gut unterstützen wird.

Uns ist wichtig, dass sich die Anforderungen an ein „lebendiges Haus“, also eines Publikumsmagneten für alle Generationen, für Jung und Alt, mit diesem Raumprogramm umsetzen lassen. Hierzu werden sich weitere Überlegungen bei den Arbeiten zu einem entsprechenden Nutzungs- und Betriebskonzept anschließen müssen. Dieses Konzept muss eine generationsübergreifende Nutzung ermöglichen. Stichwort ist hier in erster Linie die multifunktionale Nutzbarkeit insbesondere der städtischen Räumlichkeiten, auch in Richtung des Ehrenamts. Für die Beteiligung der Ehrenamtlichen wollen wir sorgen, die wir auch hier in der Stadtmitte mit bedarfsgerechten Nutzungsmöglichkeiten von Räumlichkeiten unterstützen wollen.

Weiteres Kompliment an die Beteiligten der Workshops: es hat sicherlich im Einzelfall auch einer gewissen Kompromissfähigkeit beim Raumprogramm bedurft, um die wirtschaftliche Umsetzung des Projekts zu gewährleisten. Die städtischen Nutzungen müssen wie die Gastronomie, Gewerbe, Büro und Wohnungen einen Finanzierungsbeitrag bringen, der im Stadthaushalt abgebildet werden muss. Dies setzt den Wünschen bei den Räumen durch den Stadthaushalt notwendigerweise Grenzen. Insgesamt bieten die geplanten Räume aus unserer Sicht sowohl für die Bibliothek als auch den Generationentreff hervorragende Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Arbeit.

Die im Vergleich zum Testentwurf erweiterte Gastronomie ist sicherlich ein notwendiges Element zur Belebung des neuen Gebäudes. Es bleibt zu hoffen, dass Gastronomen gefunden werden, die diese Überlegungen mit guten Konzepten und viel Einsatz umsetzen können.

Insgesamt machen wir mit diesem Raum- und Funktionsprogramm einen großen Schritt zur Realisierung eines hoch attraktiven Gebäudes in der Mitte Neu-Ulms.

Wir sollten mit großem Optimismus und einer gesunden Portion Mut die Entwicklungsgesellschaft mit den weiteren Planungsschritten beauftragen.

Die CSU-Fraktion wird dem vorliegenden Beschlussvorschlag zustimmen.“

Johannes Stingl