Ein Thema passend für das Sommerloch?

14.08.2019

Man könnte es durchaus so bezeichnen, wenn die Situation nicht so ernst wäre. Die Schocknachrichten zur Gänstorbrücke lassen nicht nach.

An diesem Montag haben die Städte Ulm und Neu-Ulm mit großzügiger Beschilderung die Überfahrt der Gänstorbrücke auf 3,5 Tonnen beschränkt und eine Höhenbegrenzung von 3.20 Metern angebracht, damit das marode Bauwerk nicht noch mehr durch uneinsichtige LKW-Fahrten beschädigt wird.

Aber noch während der Montage haben diverse Brummifahrer das Verbot ignoriert. Kurz nach dem Aufbau haben weitere Fahrer die Höhenbegrenzung beschädigt, weil sie trotz laut hörbarem Streifen der Begrenzung die Überfahrt durchgeführt haben.
Die Verwaltung hat nachgelegt und eine stabilere Höhenbegrenzung mit Metallauslegern angebracht, die bei zu hohen Fahrzeugen auch Schäden an diesen hinterlässt. Und was hat es geholfen? Nichts!

Mit fadenscheinigen Ausreden („ich fahr immer so“, “wo soll ich denn sonst fahren?”, „ist mir nicht aufgefallen““) ignorieren die Fahrer der zu schweren und hohen LKW’s mutwillig und mit Vorsatz die geltenden Verkehrszeichen und Beschränkungen!
Lieber riskieren sie das (wohl zu geringe) Bußgeld und den Fortbestand der Brücke – also die Allgemeinheit –, als einen Umweg in Kauf zu nehmen.

Was sind schon ein kleines Bußgeld und ein schaden am eigenen bzw. Firmen-LKW, wenn man dadurch ein paar Minuten einsparen kann? Und wen interessiert schon, ob durch diese hirnrissigen Fahrten die Brücke nicht über kurz oder lang für alle Fahrzeuge komplett gesperrt werden muss? Diesen Verkehrsrowdys ist das egal, Hauptsache sie haben ihren vermeintlichen Vorteil davon.

Wir hoffen sehr, dass die Brücke das stetige Zuwiderhandeln noch aushält und dass die Verwaltung noch eine Maßnahme in der Hinterhand hat, die diese Ignoranten künftig aufhalten kann.

Waltraud Oßwald

Lesen Sie dazu auch die NUZ vom 13.08.19 und 14.08.19.