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Die Neu-Ulmer CSU kürt Katrin Albsteiger zur OB-Kandidatin

7. August 2019

Dass Katrin Albsteiger gestern Abend in Neu-Ulm zur Oberbürgermeister-Kandidatin der CSU gekürt wurde, hat niemanden wirklich überrascht. 

Thomas Ott, der frisch gewählte Vorstand des Stadtverbandes ließ es sich nicht nehmen, den Wahlvorschlag als erste Amtshandlung offiziell vorzuschlagen.

Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg bezeichnete sie bereits, selbstbewusst und mit einem gewissen Stolz, als seine Nachfolgerin.
Doch bevor die die Anwesenden endlich zur Wahl schreiten durften, betraten noch drei Personen das Podium, um letzte Zweifel an der Eignung der potentiellen Kandidatin auszuräumen.

 

Ronja Kemmer MdB, die viel Jahre lang mit Albsteiger gemeinsam im Bundestag saß, lobte das Empathievermögen und die stets gute Zusammenarbeit mit der angehenden Kandidatin.

Eine weitere Fürsprecherin fand sich in Dr. Beate Merk. Sie erzählte mit einem Augenzwinkern von ihrem eigenen Wahlkampf an die Spitze der Stadt. Das war 1995 und damals ein echter Schock für die CSU. Ihr Thema, Tieferlegung der Bahn, wurde als Traumtänzerei belächelt, sie hat es einfach gemacht und die CSU stand hinter ihr. Frau Dr. Merk betonte, Katrin sei die richtige für das Amt. Sie sieht in der jungen Frau alles was man braucht für das Amt: Kompetenz, Leistungsbereitschaft, Kreativität und jede Menge gute Ideen. Ihre Kandidatur sieht sie als logische, natürlich Folge ihrer bisherigen politischen Arbeit. Die Kandidatur kam einfach zu ihr. Katrin Albsteiger sei eben eine echte Führungskraft.

Aber auch das Unternehmertum stellt sich in der Person des Elchinger Unternehmers Anton Gugelfuss hinter diese Kandidatur. Unternehmerisches Denken sei Katrin in die Wiege gelegt. So gesehen könne sie die Belange kleiner und mittelständiger Unternehmen gut einschätzen und entsprechend berücksichtigen. Gugelfuss erzählte davon, wie es war, als  Katrin Albsteiger 2008 in den Elchinger Gemeinderat eingezogen ist. Dabei wurde sie von Platz 20 auf 12 hoch gewählt. Wie sie das geschafft hatte konnte der Unternehmer gut nachvollziehen. Katrin war gut vernetzt, kontaktfreudig und für ein politisches Amt geradezu prädestiniert. Und genau deshalb kann er sich voll und ganz hinter ihre Kandidatur stellen.

Dann endlich kam Katrin Albsteiger selbst zu Wort. Als erstes galt es mit einer technischen Panne umzugehen. Kein Problem für Albsteiger, souverän und charmant meistert sie die erste Herausforderung auf dem Weg zur Stadtspitze. Und dort will sie hin.

Was motiviert sie?
“In Neu Ulm lässt es sich gut leben. Damit das so bleibt, müssen wir die Zukunft  gemeinsam in die Hand nehmen. Auch gibt es zunächst den starken Zuwachs unserer Stadt mit all seinen Risiken und Nebenwirkungen zu managen: Wohnraum, Kinderbetreuung, gute Schulen.” Eine gute digitale Vernetzung schwebt ihr vor mit der dafür nötigen Infrastruktur, die auch den Umwälzungen des Arbeitsmarktes, wie ein steigender Anteil von Home Office, gerecht werden muss. Auch das Bedürfnis der Bürger nach Sicherheit will berücksichtigt werden. Und zu guter letzt darf bei allem Wachstum die Wahrung der Schöpfung nicht zu kurz kommen. Das sei schließlich ein wichtiger Punkt für unsere christlich orientierte Partei.

Katrin Albsteiger ist eine Frau mit Visionen.
Neu Ulm in 20 Jahren?
Eine durch und durch liebens- und lebenswerte Stadt.
Eine Stadt, in der die Menschen sich wohl fühlen
Dafür will sie nicht nur reden, sie will machen und Verantwortung übernehmen.
“Die Stadt weiter entwickeln. Trotz abgelehnter Kreisfreiheit ist es unsere Pflicht als echte Neu Ulmer.”

Ein weiterer spannender Punkt sind ihre Ideen zur Verkehrsentwicklung: Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bei sich derzeit entwickelnder neuen Verkehrsmittel. Das geht nur mit einer ganzheitlichen Verkehrsentwicklung.
Kostenfreie ÖPNV muss diskutiert werden dürfen, keineswegs ließen sie sich hier Denkverbote aufzwingen.

Auch Förderprogramme für Betriebskindergarten sollen her.

Einen Baum pflanzen für jedes neu geborene Kind, wer keinen Garten hat, auf öffentlicher Fläche.

“Nicht daran denken, was nicht geht, anpacken was geht.” Das treibt sie an.

Was ist mit ihren eigenen, noch recht kleinen Kindern? Kein Problem, ihr Mann Tobias kümmert sich bestens. Eine moderne Familie ohne die Denkblockaden überkommener Traditionen. Dafür gab es den längsten Applaus der Veranstaltung. Die CSU ist in der Modernen angekommen.

 

Ihre Vorstellung wurde mit stehenden Ovationen und einem überzeugenden Wahlergebnis belohnt. Mit 55 von 56 Stimmen hat die Neu-Ulmer CSU ihre OB-Kandidatin gekürt.

Annette Neulist

Fotos: Neulist